Gerichtsverhandlungen im Quartier: Landgericht Gießen eröffnet Interimsstandort am Stolzenmorgen

Am Landgericht Gießen werden aktuell allerlei spannende Fälle verhandelt. Allerdings sind aufgrund der aktuell erforderlichen Abstandsregelungen die Räumlichkeiten in der Ostanlage nicht mehr ausreichend, vor allem für die Prozesse mit zahlreichen Prozessbeteiligten. Bereits im August startete ein Strafprozess gegen mutmaßliche Mitglieder eines Drogendealerrings in der Kongresshalle am Berliner Platz.

Doch auch bei uns Am Alten Flughafen ist das Landgericht seit dem 04. September mit einer Leichtbauhalle auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung Hessen vertreten, welches bisher als Parkplatz genutzt wurde. Bei der Planung der Interimslösung wurden die autarke Anbindung der Halle an Wasser und Strom sowie die Schaffung zweier separater Eingänge über den Stolzenmorgen bedacht. So ist es in Zukunft möglich, Inhaftierte getrennt von anderen Verfahrensbeteiligten in die Verhandlungsräume zu führen.

Auf der vom Regierungspräsidium zur Verfügung gestellten Schotterfläche mit der Anschrift Stolzenmorgen 68 soll zunächst für die nächsten zwölf Monate verhandelt werden. Den Anfang macht ein Prozess vor der Siebten Strafkammer des Landgerichts, bei dem sich sieben Angeklagte verantworten müssen, unter anderem wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls.

Das gesamte Projekt wird in ressortübergreifender Kooperation der beiden Landesbehörden und der Eigentümerin Revikon abgewickelt.

 

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