Otto kommt doch nicht – aber es gibt schon neue Pläne für die Zukunft

Hier im Areal des alten Flughafens und insbesondere auf dem ehemaligen AAFES-Gelände hat sich in den letzten Monaten wahnsinnig viel getan. An einigen Ecken ist unser Quartier gar nicht mehr wieder zu erkennen und gleicht aktuelle teilweise eher einer Wüste.

Die alten AAFES-Gebäude wurden abgerissen und das gesamte Gelände nach und nach auf die Bauarbeiten für das geplante Logistikzentrum des Hamburger Unternehmens „Otto“ vorbereitet. Jedoch wurde Anfang April der Rücktritt des Versandhandels bekannt, der seitens des Unternehmens vor allem mit wirtschaftlichen Erwägungen begründet wurde.

Das hieß zunächst auch keine Investion auf dem 340.000 Quadratmeter großen Gelände und keine Schaffung der angekündigten 1300 Arbeitsplätze.

Doch Daniel Beitlich, Geschäftsführer des aktuellen Areal-Eigners Revikon, lies sich durch die Enttäuschung der Absage nicht beirren und betonte, dass es sich um ein Grundstück mit außergewöhnlichen Begebenheiten handle, welches man so schnell mitten in Deutschland nicht nochmal finden könne. Dabei wurde stets das Ziel eines Logistikzentrums weiterverfolgt – schließlich diente das AAFES-Gelände der US-Army seit dem 2. Weltkrieg als größter Warenumschlagplatz für Zivilgüter in Europa und weltweit.

Die Bemühungen der Revikon sollten rasch Früchte tragen und mit der VGP Industriebau GmbH konnte bereits Anfang Mai eine neue Käuferin für das Gelände gefunden werden, welche bereits Standorte in der Region betreibt. Dabei wird unter anderem der aktuelle Bebauungsplan und die aktuelle Verkehrsplanung übernommen, sodass ein Eintritt in die bestehenden Verträge mit der Stadt Gießen möglich wird und langwierige Neuplanungen nicht nötig werden. Die VGP errichtet Logistikhallen und vermietet diese dann möglichst langfristig weiter und will damit insgesamt rund 1000 neue Arbeitsplätze in den potentiellen Unternehmen ermöglichen.

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